Unsere Seminarthemen 2020


 

  

Die Narrative Europas

 

 

"Eine Welt ohne narrative Ordnung wäre eine Welt ohne Bedeutung, ohne politische Vision – und ohne Opfer für das Gemeinwohl“, sagt Politologe Ronald R. Krebs. Bei Narrativen geht es darum, in der Geschichte Anhaltspunkte für eine gemeinsame Identität auszumachen. Sie können auch in schwierigen Zeiten den Zusammenhalt stärken oder zumindest aufrechterhalten. Politische Akteure entwerfen diese narrative, um eine kohärente Gesellschaft zu etablieren und internationale und nationale Politik entsprechend zu gestalten. Doch was sind die Narrative Europas? Welche Geschichten vereinen die unterschiedlichen Nationen auf dem europäischen Kontinent? Diesen Fragen wollen wir nachgehen und uns darauf aufbauend damit beschäftigen, was die Antworten für die Zukunft der Europäischen Union und ganz Europa bedeuten.  

 


 

 

Klimawandel, Klimaschutz und Nachhaltigkeit

 

 

 

Spätestens seit den Fridays for Future-Protesten ist das Thema Klimaschutz in aller Munde. Doch was kann der Einzelne für den Schutz der Umwelt und nachhaltiges Leben tun? Um gesamtgesellschaftliche Veränderungen verwirklichen zu können, sollte man bei sich selbst anfangen und sich fragen, welchen Beitrag man im Kleinen leisten kann. Leitsprüche wie „Eat local“ sind zwar ein wichtiger Ansatz, reichen in unserer vielschichten Welt allerdings nicht mehr aus. Es muss auf vielen Ebenen etwas für den Klimaschutz getan werden. Auch Firmen und große Unternehmen stehen in der Verantwortung, sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen. Spätestens seit der amerikanische Präsident Donald Trump aus dem Pariser Klimaschutzabkommen ausgetreten ist, gerät auch die politische Welt ins Wanken. Wie kann globaler Klimaschutz realisiert werden, wenn ein Land mit einer der höchsten CO2-Belastungen nicht mitmacht? In diesem Themenblock sollen Fragen zur Vereinbarkeit von Wirtschaftsleistung und Nachhaltigkeitsbestrebungen behandelt werden. Zudem steht das „Wie“ im Mittelpunkt: nationaler Alleingang oder multilateraler Zusammenhalt? 

 


  

 

Globale Verflechtungen - Globale Verantwortung 

 

 

Die Welt ist global. Durch die Globalisierung hat sich unser Horizont erweitert: Wir können in wenigen Stunden ans andere Ende der Welt reisen, finden im Supermarkt Lebensmittel aus aller Welt und können uns über das Internet in Echtzeit mit der ganzen Welt austauschen. Doch mit der Globalisierung kommt auch die Verantwortung. Nicht alle Länder haben gleichermaßen von den positiven Seiten profiziert. Viele Länder Subsahara-Afrikas haben sich gar in die Gegenrichtung entwickelt. Arbeiter in asiatischen Fabriken arbeiten für einen Hungerlohn unter menschenunwürdigen Bedingungen. Globale Verflechtungen sollten auch globale Verantwortung mit sich bringen und den Problemen, die die Globalisierung mit sich bringt, mit offenen Augen begegnen. 

 


 

 

Zivilgesellschaft und soziale Marktwirtschaft in digitalisierten Zeiten

 

 

Zivilgesellschaft und soziale Marktwirtschaft sind wichtige Konstanten in einer funktionierenden Demokratie. Sie füllen das Konstrukt des Staates mit Leben: Nur mit engagierten und selbstständigen Bürgern funktioniert demokratische Willensbildung und Kontrolle. Die soziale Marktwirtschaft verbindet die Wettbewerbswirtschaft mit sozialem Fortschritt. Doch was bedeuten die beiden Größen in der heutigen Zeit noch? Und wie verändert das digitale Zeitalter unsere Gesellschaft? Kann eine funktionierende Zivilgesellschaft auch in den sozialen Medien existieren, wo „Hate Speech“ und „Fake News“ Alltagsbegleiter sind? Auf dem Prüfstand steht das Zusammenleben ebenso wie die Frage, was in digitalisierten Zeiten noch zählt. Aus unterschiedlichen Sichtweisen sprechen wir über das Wechselspiel zwischen Digitalisierung und demokratischen Werten. 

 


 

 

30 Jahre deutsche Einheit

 

 

 

Im Jahr 2020 feiert Deutschland den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit. Der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober erinnert an den offiziellen Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1990. Dass dieser Tag heute gesetzlicher Feiertag ist, zeigt den Stellenwert dieses Ereignisses in der deutschen Geschichte. Der Jahrestag bietet den Anlass zur Rückschau auf die Ereignisse in der jüngsten deutschen Geschichte. Im Blickfeld stehen vor allem das geteilte Deutschland mit seinen unterschiedlichen politischen Systemen und die friedliche Revolution vom November 1989. Mit Schlussfolgerungen der Ereignisse für Gegenwart und Zukunft soll auf die Verpflichtung eingegangen werden, die Einheit und die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu stärken. Nur so kann angemessenes Erinnern funktionieren. 

 


 

 

Gleichwertige Lebensverhältnisse - Gleichheiten und Ungleichheiten in der demokratischen Gesellschaft

 

 

Wir alle leben in einer demokratischen Gesellschaft mit Privilegien. Trotzdem haben wir nicht alle die gleichen Lebensverhältnisse. Deutschland ist vielfältig und unterschiedliche Rahmenbedingungen am Lebensort sind traditionell bedingt. Die Lücke zwischen Arm und Reich wird immer größer und die Mittelschicht immer kleiner. Wir entfernen uns zunehmend voneinander. Das liegt auch an regionalen Einkommensunterschieden und Beschäftigungsmöglichkeiten. Viele Menschen treibt es vom Land in die großen Ballungsräume. Dort werden die Mieten immer teurer und verschlingen einen oft einen Großteil des Einkommens, bieten aber viele strukturelle Vorteile. Strukturschwächere Regionen schlägt es dagegen immer weiter zurück.  Allerdings einen uns auch viele Dinge. Jeder hat die gleiche Chance auf Bildung, auch Kinder aus einkommensschwachen Familien bekommen die Möglichkeit zu studieren. Wir diskutieren die Schwierigkeiten von Ungleichheit und Gleichheit und entwerfen Zukunftsideen für gleichwertige Lebensverhältnisse im 21. Jahrhundert. 

 


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