Unsere Seminarthemen 2020


 

  

Afrika – mehr Ideen, mehr Partner, mehr Zusammenarbeit

 

 

 

Die Welt ist global. Durch die Globalisierung hat sich unser Horizont erweitert: Wir können in wenigen Stunden ans andere Ende der Welt reisen, finden im Supermarkt Lebensmittel aus aller Welt und können uns über das Internet in Echtzeit mit der ganzen Welt austauschen. Doch mit der Globalisierung kommt auch die Verantwortung. Nicht alle Länder haben gleichermaßen von den positiven Seiten profiziert. Viele Länder Subsahara-Afrikas haben sich gar in die Gegenrichtung entwickelt. Rohstoffreichtum hat nicht zu dem gewünschten wirtschaftlichen Aufschwung geführt, in einigen Ländern gibt es bewaffnete Konflikte und oft kommen Hilfeleistungen durch Korruption und Veruntreuung nicht an. Dieser Themenblock behandelt die Bemühungen, dem afrikanischen Kontinent auf die Beine zu helfen – sei es auf internationaler Ebene oder mit der Hilfe der EU oder Chinas. Es soll außerdem zur Sprache kommen, wie nachhaltige Zusammenarbeit funktionieren kann und welche Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen. Wie kann die Zusammenarbeit gelingen und den ärmsten Ländern der Welt geholfen werden?

 

 


 

Tunesien, Ägypten, Syrien – Vom Arabischen Frühling zum Arabischen Winter

 

 

 

Im Jahr 2011 sah alles noch so hoffnungsvoll aus und hunderttausende Menschen gingen zunächst in Tunesien, später auch in Ägypten, Marokko und auf der arabischen Halbinsel gegen die vorherrschenden autoritären Strukturen in ihren Ländern auf die Straße. Doch was mit dem Willen zur Veränderung der Menschenrechtslage begann, wurde jäh zerschlagen. In letzter Zeit sieht das Bild anders aus: Bürgerkrieg, regionale Instabilität, Flucht vor Gewalt und Verfolgung. Die einstigen Hoffnungsträger der arabischen Welt auf Demokratisierung und Öffnung konnten den Erwartungen an sie nicht gerecht werden. Heute herrschen in vielen Länder chaotische Zustände. Zu nennen sind unter anderem der Bürgerkrieg in Syrien, der Aufstand im Irak und der folgende Bürgerkrieg ab 2014 und die Krisen in Ägypten, Libyen und dem Jemen. Wir wollen uns vor allem auf die drei Länder Tunesien, Ägypten und Syrien beziehen und analysieren, wie es so weit kommen konnte. Dabei spielen sowohl ein Blick in die Vergangenheit eine Rolle, aber auch die politischen Strukturen und Systeme.

 

 


 

Leben und Leiden im Nationalsozialismus – ein Land zwischen Massenmord, Krieg und Nationalstolz  

 

 

 

In Artikel 1 des Grundgesetzes heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt ein Blick in die jüngere deutsche Geschichte. Während der nationalsozialistischen Herrschaft von 1933 bis 1945 wurde die Menschenwürde mit Füßen getreten. Dies wird anhand ausgewählter Themenkomplexe behandelt, wobei insbesondere Konzentrationslager und die darin stattgefundenen Massenmorde einen wichtigen Part einnehmen. Zudem soll es um den Auf- und Ausbau der nationalsozialistischen Diktatur und die Propaganda des Nationalstolzes gehen. Der Themenschwerpunkt soll verdeutlichen, dass Diktatur, Krieg und Gewalt keine Probleme lösen, sondern nur viel größere schaffen. Diese Lehren aus der Geschichte sollen vor allem jungen Bürgern verdeutlichen, dass es sich lohnt, Demokratie und Menschenrechte aktiv zu unterstützen. In Zusammenhang mit aktuellen Entwicklungen sollen Teilnehmern auch die Gefahren der neuen rechtsextremistischen Bewegungen bewusst gemacht werden.

 


 

 

Von Grenzen, Brücken und dem Ärmelkanal – Die EU im Wandel

 

Einst als Wirtschaftsgemeinschaft gegründet, ist die Europäische Union heute eine politische Gemeinschaft, die den Austausch zwischen den einzelnen Nationen fördern will. Doch die Fassade bröckelt: Während die Gemeinschaft zunächst immer größer wurde, entscheiden sich dieser Tage Länder aktiv, wieder auszutreten. Der Brexit hat gezeigt, dass nicht alle Nationen – und vor allem einige nationalistische Parteien – mit der Arbeit der EU zufrieden sind. Der Zusammenschluss befindet sich also im Wandel – mit noch ungeahntem Ziel. Doch nicht nur das innere Zusammenspiel hat sich geändert, sondern auch das Bild nach außen. Ungarn schließt seine Grenzen, Griechenland sieht sich mit tausenden über das Mittelmehr gekommenen Geflüchtete von der europäischen Gemeinschaft allein gelassen. Wohin steuert die EU in Zukunft? Diese Frage soll ebenso beantwortet werden wie die Bedingungen, durch die es überhaupt erst zu einem Wandel der EU gekommen ist.

 


 

Deutsch und deutsch gesellt sich nicht? 30 Jahre deutsche Einheit

 

 

 

Fährt man heute mit dem ICE innerhalb einer dreiviertel Stunde von Erfurt nach Bamberg, überquert man, ohne es zu merken, was noch vor wenigen Jahrzenten eine der am stärksten befestigten und bestens bewachten Grenzanlagen gewesen ist: die ehemalige innerdeutsche Grenze. Doch die Trennung ist Vergangenheit. Im Jahr 2020 feiert Deutschland den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit und erinnert an den offiziellen Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1990. Dass der 3. Oktober heute gesetzlicher Feiertag ist, zeigt den Stellenwert dieses Ereignisses in der deutschen Geschichte. Der Jahrestag bietet den Anlass zur Rückschau auf die Geschehnisse in der jüngsten deutschen Geschichte. Im Blickfeld stehen vor allem das geteilte Deutschland mit seinen unterschiedlichen politischen Systemen und die friedliche Revolution vom November 1989. Auch soll thematisiert werden welche Faktoren noch heute die „alten“ Bundesländer von den „neuen“ trennen und ob eine „Mauer in den Köpfen“ fortbesteht. Mit Schlussfolgerungen der Ereignisse für Gegenwart und Zukunft soll auf die Verpflichtung eingegangen werden, die Einheit und die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu stärken. Nur so kann angemessenes Erinnern funktionieren.  

 



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