Unsere politischen Bildungsseminare vor Ort


AUsstellung "Züge in den Tod". Deportationen oberfränkischer Jüdinnen und Juden.

Photo: Yudhisthir Kisto auf Pixabay
Photo: Yudhisthir Kisto auf Pixabay

4. November bis 20. Dezember 2022

Mit den Deportationstransporten Da 49 am 25. April 1942 nach Krasnystaw bei Lublin und Da 512 nach Theresienstadt am 10. September 1942 wurden die jüdischen Gemeinden des westlichen Oberfranken ausgelöscht. Die Ausstellung „Züge in den Tod – Ausstellung zur Ermordung der jüdischen Bürgerinnen und Bürger aus Oberfranken“ versucht, die Schicksale jüdischer Opfer des Nationalsozialismus nachzuzeichnen und an die Deportationen oberfränkischer Jüdinnen und Juden vor 80 Jahren zu erinnern. Zudem soll das Funktionieren der nationalsozialistischen Mordmaschinerie aufgezeigt werden. Die Ausstellung ist von 4. November bis 20. Dezember 2022 in der Cafeteria der Franken-Akademie Schloss Schney e.V. zu sehen.  

Im Rahmen der Ausstellung finden verschiedene Veranstaltungen statt. Die Teilnahme kann über die Franken-Akademie Schloss Schney gebucht werden. Alle Veranstaltungen der erinnerungskulturellen Reihe sind kostenfrei.


Vortragsveranstaltung zur Eröffnung

Im Rahmen des Vortragsabends zur Eröffnung wird das Thema historisch kontextualisiert und diskutiert. Im Anschluss wird die Ausstellung unter pädagogischer Begleitung begangen und ihre Inhalte diskutiert.

Termin

Buchungsnummer

Teilnahmebeitrag

Freitag, 04. November 2022, 19:00 Uhr

4818-1

Die Teilnahme ist kostenfrei


"Herausforderung Erinnerung" - Podiumsdiskussion

Die Zugänge zur Geschichte verändern sich stetig. Jede Generation entwickelt, geprägt durch Entwicklungen der Gegenwart, eigene Perspektiven auf die Vergangenheit und etabliert neue Handlungsansätze im Umgang mit historischen Ereignissen. Dementsprechend ist auch die Vermittlungspraxis von Erinnerung einem durchgängigen Veränderungsprozess unterworfen. Sie zu modernisieren ist eine Herausforderung, der Pädagog:innen, Wissenschaftler:innen, Kulturschaffende und zivilgesellschaftlich Engagierte ebenso gegenüberstehen wie Akteur:innen aus Politik und Verwaltung. Dabei liegt der Fokus vermehrt auf der der Förderung von Demokratiefähigkeit und Zivilcourage, die neben der Komponente einer historisch-moralischen Bildung, eine wesentliche Zielsetzung erinnerungskultureller Arbeit darstellt. Der Dialog mit den Nachkommen der Opfer spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Termin

Buchungsnummer

Teilnahmebeitrag

Dienstag, 22. November 2022, 18:00 Uhr

4818-2

Die Teilnahme ist kostenfrei


Workshops im Rahmen der Ausstellung

Die Auslöschung der jüdischen Gemeinden in Oberfranken 1942 erfolgte 20 Jahre nachdem sich Hitler am „Tag der Deutschen“ 1922 in Coburg gewaltsam mit linken Gegendemonstrant:innen auseinandergesetzt hat, deren Finanzierung er in „Mein Kampf“ einem jüdischen Industriellen vorwarf. Nachdem in der „Wannseekonferenz“ die Ermordung der Juden Europas endgültig beschlossen wurde, begannen auch in Oberfranken die Deportationen, bei denen die, teilweise noch im ersten Weltkrieg ausgezeichneten, jüdischen Mitbürger:innen auf einen Schlag nicht nur gesellschaftlich ausgegrenzt, sondern jetzt auch vertrieben und ermordet wurden. Diese Schicksale, die Jüdinnen und Juden in ganz Deutschland und Europa so erlebt haben, sollen den Teilnehmer:innen bei dem begleiteten Besuch der Ausstellung durch das Erinnern, Gedenken und Kennenlernen von Opfern aus der direkten Umgebung nähergebracht werden, auch um erneut vor der Todesmaschinerie des NS-Regimes zu mahnen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Termin 1

Termin 2

Termin 3

Termin 4

Termin 5

Termin 6

Termin 7

Termin 8

Dienstag, 08. November 2022, 10:00 -13:00 Uhr

Donnerstag, 10. November 2022, 10:00-13:00 Uhr

Montag, 14. November 2022, 10:00-13:00 Uhr

Donnerstag, 17. November 2022, 10:00-13:00 Uhr

Freitag, 02 .Dezember 2022, 19:00-22:00 Uhr

Mittwoch, 07. Dezember 2022, 19:00-22:00 Uhr

Freitag, 09. Dezember 2022, 13:00-16:00 Uhr

Dienstag, 13. Dezember 2022, 19:00-22:00 Uhr



Chancen für die Meinungsfreieheit oder herausforderungen für die demokratie?

Unsere Gesellschaft befindet sich in einem steten Wandel. Damit einher gehen zum Teil völlig neue Herausforderungen. Als Schlagworte seien nur der Zustand und die künftige Rolle der Europäischen Union, der stattfindende Klimawandel und eine zunehmende Anzahl an Konflikten und zu erwartenden Migrationsbewegungen genannt. Diese neuen Problemstellungen verunsichern und können das Miteinander in unserer Gesellschaft massiv belasten. Der Umgangston wird ohnehin allgemein rauer, die Stimmung aufgeheizter. Ideale Voraussetzungen für Populist*innen, welche eine Spaltung der Gesellschaft zum Ziel haben und gegen unser demokratisches System arbeiten. Im schlimmsten Fall droht eine weitergehende Radikalisierung bestimmter Gruppierungen – bis hin zu bisher unbekannten Formen des Extremismus.


Dabei wird oftmals außer Acht gelassen, dass ein großer Teil der Mehrheitsgesellschaft den stattfindenden Prozessen schweigend gegenübersteht, diese am Ende vielleicht sogar unterbewusst und ungewollt befördert. So liefern bestehende Vorurteile und bestimmte Mechanismen der sozialen Netzwerke Anknüpfungspunkte für (Rechts-)Populisten und -extremisten bis weit in die Mitte unserer Gesellschaft hinein. Zugleich erschweren sie den Dialog zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen und das Finden von Kompromissen. Beides sind jedoch grundlegende Voraussetzungen für das Funktionieren eines demokratischen Systems.

Termin

Buchungsnummer

Teinahmebeitrag

Montag, 05.12.2022 bis Donnerstag 08.12.2022

4746

140,00 pro Person im DZ inkl. Verpflegung (ohne Getränke)

160,00 € pro Person im EZ inkl. Verpflegung (ohne Getränke)


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Programm Chancen für die Meinungsfreiheit oder Herausforderungen für die Demokratie?
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QUO VADIS 2023? ZUKUNFT NACH DER „ZEITENWENDE“.

Die Coronakrise, der Krieg in der Ukraine, die Klimakrise, die Krise der Demokratie. Die Bedrohungen scheinen stetig zuzunehmen und die Angst der Menschen wächst mit. Die Gesellschaft reagiert teils erschöpft, teils aggressiv. Zukunftsangst und soziale Ungleichheit vermischen sich mit Handlungsunfähigkeit und Wut – eine explosive Mischung, die unsere Demokratie vor immer neue Herausforderungen stellt. Wie kann eine Zukunft nach „Zeitenwende“ (Bundeskanzler Scholz) aussehen? Welche Rolle spielen Deutschland und Europa und wie kann im Zeitalter der Krisen die notwendige sozial-ökologische Transformation gelingen?


Termin

Buchungsnummer

Teinahmebeitrag

Dienstag, 06.12.2022 bis Freitag 09.12.2022

4834

70,00 pro Person im DZ inkl. Verpflegung (ohne Getränke)

85,00 € pro Person im EZ inkl. Verpflegung (ohne Getränke)


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Programm Quo vadis
Programm_Quo vadis_Stand_12.10..pdf
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DEMOKRATIE UNTER DRUCK

Gefährden Rechtspopulismus und -extremismus unsereDemokratie – und leisten wir am Ende sogar selbst Beihilfe?

Unsere Gesellschaft befindet sich in einem steten Wandel. Damit einher gehen zum Teil völlig neue Herausforderungen. Als Schlagworte seien nur der Zustand und die künftige Rolle der Europäischen Union, der stattfindende Klimawandel und eine zunehmende Anzahl an Konflikten und zu erwartenden Migrationsbewegungen genannt.


Diese neuen Problemstellungen verunsichern und können das Miteinander in unserer Gesellschaft massiv belasten. Der Umgangston wird ohnehin allgemein rauer, die Stimmung aufgeheizter. Ideale Voraussetzungen für Populist:innen, welche eine Spaltung der Gesellschaft zum Ziel haben und gegen unser demokratisches System arbeiten. Im schlimmsten Fall droht eine weitergehende Radikalisierung bestimmter Gruppierungen – bis hin zu bisher unbekannten Formen des Extremismus. So liefern bestehende Vorurteile und bestimmte Mechanismen der sozialen Netzwerke Anknüpfungspunkte für (Rechts-)Populisten und -extremisten bis weit in die Mitte unserer Gesellschaft hinein. Zugleich erschweren sie den Dialog zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen und das Finden von Kompromissen. Beides sind jedoch grundlegende Voraussetzungen für das Funktionieren eines demokratischen Systems.

Termin

Buchungsnummer

Teinahmebeitrag

Montag, 12.12.2022 bis Donnerstag 15.12.2022

4751

130,00 pro Person im DZ inkl. Verpflegung (ohne Getränke)

160,00 € pro Person im EZ inkl. Verpflegung (ohne Getränke)


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Programm Demokratie unter Druck
Programm_Entwurf_Stand 18.10.22.pdf
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